Freitag, 11. August 2017

Ein Jahr eine Stimme

Meine Lieben,
Heute ist es genau ein Jahr her, dass ich meine Facebook Seite veröffentlichte. Ich hatte keine Ahnung, was sich daraus entwickeln würde. Ich wusste nur eines: Ich wollte Stimme sein, für die Pflege, ich wollte Stimme sein, aus der Pflege und ich wollte Stimme sein in der Pflege. Auch heute ein Jahr danach, hat sich an diesem Wunsch nichts geändert. Und so wiederhole ich es auch an meinem Geburtstag:
Ich bin eine Stimme für die Pflege:
Es geht mir darum, dass die Gesellschaft da draussen weiss, was Pflegende tun, und welche Auswirkung der Fachkräftemangel auf Pflegende, ihre Berufung und ihre Berufsausübung hat.
Hartnäckig mache ich Politiker auf die Probleme der Pflegenden aufmerksam. Das Gesundheitswesen darf nicht weiterhin auf die Diskussion der steigenden Krankenkassenprämien reduziert werden.

Ich bin eine Stimme aus der Pflege
Seit ich 16 Jahre alt bin arbeite ich in verschiedenen Bereichen der Pflege. Noch heute stehe ich an der Front, direkt am Krankenbett. Ich bin eine Stimme, was ich schreibe, ist meine subjektive Meinung, mein subjektives Erleben. Ich bin eine Stimme. Madame Malevizia ist zwar ein Pseudonym, dahinter steht jedoch ein Mensch. Alle Blogs in meinem Namen, sind auch von mir geschrieben. Das schränkt mich zwar mengenmässig ein, macht mich jedoch authentisch und glaubwürdig. Ich stehe zu jedem einzelnen Wort, dass ich bisher veröffentlicht habe.

Ich bin eine Stimme in der Pflege
Es ist mir wichtig, meinen Berufskolleginnen und Berufskolleginnen zu zeigen, dass wir die Kraft zur Veränderung haben. Ich wünsche mir, sie aus der Lethargie, der Hilflosigkeit heraus zu führen und ihnen jene Macht bewusst zu machen, die wir haben. Mit meiner Tätigkeit als Pflegehexe habe ich mir ein Ventil geschaffen, das, was mich Ohnmächtig macht, mich manchmal fast verzweifeln und aufgeben lässt, auszusprechen.

Kurz vor meinem 1. Geburtstag habe ich zwei grosse Geschenke bekommen. 
Am 10.08. hat meine Facebook – Seite den 200. Abonnenten erreicht, und mein Blogbeitrag „chly chrankeschwösterle“ hat bis heute 21585 Zugriffe. Ich habe keine Vergleiche, wie das bei anderen Blogs ist. Aber für mich, die ich nicht einen Franken in Werbung investiert habe, ist das unglaublich viel! 
Das macht mich demütig und dankbar. Dankbar, für alle diese Menschen, die mit mir gehen.
Das seid Ihr, die meine Blogs lesen und weiter verbreiteten, ohne Euch könnte ich nichts von all dem sein, was ich sein will.

An meinem heutigen Geburtstag möchte ich einigen Wegbegleitern besonders danken.
Als erstes Dir Anna Beck, von Anfang an, gingst Du mit mir, schon bevor ich geboren war, hast Du wichtige Impulse gegeben. Du bist also quasi meine Hebamme. J
Désirée Fessler, beste Schwester ever, für deine ehrlichen und fundierten Feedbacks. Der Austausch mit Dir ist mir unendlich wertvoll und wichtig. Immer wenn ich Angst habe, holst Du mich mich wieder herunter und zeigst mir, dass ich nichts zu verlieren, aber sehr viel zu gewinnen habe.
Meiner Familie, die immer an mich glaubt, mir immer Halt ist.
Markus Stadler, du tratst in mein Leben, als ich kurz die Orientierung verlor. Ohne Dich, gäbe es mich vielleicht nicht mehr.
Eve Kohler, Du hast mir ein Gesicht gegeben, ich liebe die Fotos, die du von mir gemacht hast.
Meinem Team, in dem ich als Pflegefachfrau tätig bin. Aus Datenschutzgründen (meine persönlichen, Euren und denen unserer Patienten) kann ich Eure Namen nicht nennen, aber Ihr wisst, wer gemeint ist. Danke, dass ich Teil von Euch sein darf. Danke, dass ich mit Euch immer wieder das Leben feiern darf.
Meiner PDL (auch hier verzichte ich bewusst auf den Namen), die mir von Anfang wohlgesinnt war und mir jetzt auch ermöglicht, mein Leben so einzurichten, dass ich mein wachsendes Engagement und meine Sehnsucht leben kann.
Dem SBK Bern und Schweiz, auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind, ihr habt mir von Beginn an eine Plattform geboten.
Ich freue mich schon auf mein 2. Lebensjahr und bin gespannt, was noch alles kommen wird.
Und wenn ich mir noch etwas wünschen darf, trinkt doch heute ein Glas (was auch immer) auf mich!


Eure Madame Malevizia.